Traumatherapie, Therapie des posttraumatischen Stressyndroms

Trauma kann langanhaltende Stressreaktionen im Körper verursachen, durch ein einziges schwere Trauma oder sich wiederholende Verletzungen. Auch emotionale Kränkendungenwirken traumatisiernd. Kinder reagieren sehr sensibel und tragen diese Erfahrungen unverarbeitet ihr ganzes Leben lang mit sich und geben sie auch an die eigenen Kinder weiter.

Trauma wird im Körper gespeichert wird, die Symptome sind nicht eingebildet! Körperliche Symptome wie Asthma, chronische Schmerzen, Fibromyalgie, Fehlfunktionen im Hormonsystem oder im Immunsystem, chronische Entzündugen und Erschöpfung sind möglich, Esstörungen und viele weitere Symptome. Durch das dysregulierte Nervensystem kann es zu Depressionen, Ängsten und Stressintoleranz kommen. Man traut sich Nichts zu, fühlt sich handlungsunfähig oder ist ständig auf der Hut. Möglich ist auch eine flache Atmung bis hin zum Atemanhalten in bestimmten Trigger - Situationen.

Traumatisierte brauchen viel Verständnis und Einfühlungsvermögen, eine Situation, die nicht retraumatisierend wirkt und einen Ansatz, der Geist, Seele und Körper miteinbezieht. Sie brauchen Akzeptanz, da ihre Selbstachtung bzw ihr Selbstwert oft instabil ist, damit sie sich entspannen und achtsam ihren Bedürfnissen, Verletzungen und Grenzen gegenüber werden können und ihre seelische und körperliche Widerstandkraft aufbauen können.

 

Traumaverarbeitung - körperorierentiert

Unfälle, Krankheiten, Verletzungen und Verluste sind bekannte Ursachen für ein mögliches Trauma. Miterleben von Streit der Eltern in der Kindheit, alleingelassen werden, auch Fernsehen, Stress der Mutter während der Schwangerschaft, all diese Erlebnisse können Spuren in der Seele hinterlassen. Ungelöst können die Folgen auch auf die nächste Generation übertragen werden.

Die emotional traumatisierende und verwirrende Macht von Worten wird völlig unterschätzt und kann so viel auslösen.

Ein Trauma hat Auswirkungen auf Geist, Seele und Körper, auf Muskeln, Hormon- und Immunsystem, es wird sozusagen "im Körper gespeichert". Daher sollte eine Verarbeitung neben der geistig-seelischen Ebene auch die Physiologie des Körpers mit einbeziehen.

Körperorientierte Traumatherapie verbindet Empathie, Verständnis, Atem- und Körperarbeit. Sie bietet einen sensiblen Ansatz ohne Retraumatisierung.

Symptome eines Traumas können sein:

  • Ängste, Panikattacken, Habacht - Gefühl, Denkkarroussel, Hyperaktivität, Depression
  • Vernebeltes Denken, Süchte, Abhängigkeiten, Gefühle von Minderwert, Unzulänglichkeit, Infragestellen der eigenen Persönlichkeit
  • Schlafstörungen, Schüchternheit, Gefühl von Nichzzugehörigkeit, Chronische Müdigkeit, Stressintoleranz
  • Schmerzen, Asthma, Fibromyalgie ...
  • Psychosomatische Beschwerden

 

Entstehung und Behandlung

Traumasymptome entstehen durch eine Dysregulation des Nervensystems. Symptome können mitunter erst nach Monaten oder Jahren zu Tage treten.

​Bei einem Unfall oder einer Verletzung wird das menschliche Nervensystem in einen erhöhten Erregungszustand versetzt. Ursprünglich dienen diese körperlichen Vorgänge dazu, uns im Fall einer lebensbedrohlichen Situation durch Kämpfen oder Flüchten lebensrettende Maßnahmen ergreifen zu können.

Bei einer posttraumatischen Stressreaktion kommt es zu Angstzuständen, Schlafstörungen, Antriebsverlust, "Hab-Acht-Stellung", einer Unfähigkeit zu entspannen, Schmerzen, Depressionen, Atembeschwerden, Verdauungsbeschwerden, Erschöpfung, emotionaler Betäubung etc....

Es ist, als würde dem Organismus die Information fehlen, dass die Gefahr vorüber ist.

Die Symptome werden oft nicht mit dem Ereignis in Verbindung gebracht, da sie sich langsam und schleichend entwickeln können.

Das Besondere an der körperorientierten Traumatherapie ist, dass sie an der Physiologie des Körpers ansetzt ohne Retraumatisierung mit dem Ziel, die Regulationsfähigkeiten wieder zu normalisieren.